Wir werden das oft gefragt: Wo lasst ihr eigentlich selbst graden? Die Antwort ist unspektakulär, aber sie hat Gründe: Wir schicken unsere Karten aktuell zu AOG. Und weil wir bei dem Thema keine Geheimnisse machen, hier die ehrliche Begründung – inklusive der Punkte, die man kennen sollte, bevor man dieselbe Entscheidung trifft.
Warum AOG? Drei Gründe
1. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt
Grading kostet Geld, und bei den großen amerikanischen Anbietern kommt schnell einiges zusammen: Servicegebühr, Versand über den Atlantik, Rücksendung, Einfuhrabgaben. Bei Karten im mittleren Wertbereich frisst das den Nutzen des Gradings schnell wieder auf.
Bei AOG ist das Verhältnis für uns deutlich angenehmer. Das heißt nicht, dass AOG für jede Karte die richtige Wahl ist – dazu unten mehr. Aber für den Großteil dessen, was wir selbst einschicken, geht die Rechnung auf.
2. Technische Bewertung statt Bauchgefühl
Das ist für uns der eigentliche Punkt. AOG bewertet mit technischen Hilfsmitteln, nicht allein nach Augenmaß eines Prüfers. Das klingt nach einem Detail, ist aber der Unterschied zwischen einer Note, die man nachvollziehen kann, und einer Note, die man hinnehmen muss.
Das ist nicht nur unser Eindruck. Auf YouTube gibt es inzwischen zahlreiche Tests, bei denen Sammler dieselbe Karte mehrfach einsenden und die Ergebnisse vergleichen. Bei AOG fällt das Ergebnis dabei praktisch immer gleich aus. Genau das macht eine Bewertung wertvoll: Ein Grade ist nur dann ein verlässliches Signal, wenn er reproduzierbar ist – sonst ist er eine Momentaufnahme.
Uns ist wichtig, das fair einzuordnen: Wir behaupten nicht, dass andere Grading-Firmen schlecht arbeiten. Jeder Anbieter hat sein Verfahren, seine Toleranzen und seine Zielgruppe. Aber die Konsistenz, die in diesen Vergleichen sichtbar wird, war für uns der ausschlaggebende Punkt. Wenn du dir selbst ein Bild machen willst: Such auf YouTube nach Resubmission- oder Regrade-Tests und schau dir mehrere Videos an, nicht nur eines.
3. Glaubwürdigkeit ist kein Nebenthema
Wenn du eine Karte verkaufst, verkaufst du am Ende auch das Vertrauen in die Note auf dem Slab. Kannst du erklären, wie die Note zustande gekommen ist, hast du ein Argument. Kannst du es nicht, bleibt nur „das hat der Grader halt so gesehen“. Uns ist Ersteres lieber.
Und jetzt der Teil, der uns als Rahmenbauer besonders freut
Es gibt einen zweiten Grund, warum wir mit AOG gut leben können – und der hat mit Grading nur indirekt zu tun.
Wir haben für unsere Rahmen die exakte Kontur des AOG-Slabs vermessen: Außenmaße, Kantenverlauf und vor allem die Eckradien. Der Ausschnitt im Inlay entspricht deshalb nicht annähernd der Slab-Form, sondern exakt. Der Slab fällt nicht in eine grob passende Öffnung, sondern fügt sich nahtlos ein.

Der Unterschied ist auf Fotos schwer zu zeigen, aber sofort sichtbar, wenn man den Rahmen in der Hand hält: Kein sichtbarer Spalt an den Ecken, kein Wackeln, keine Schattenkante zwischen Slab und Inlay. Deshalb sind die AOG Slab Rahmen ehrlich gesagt unsere Lieblingsrahmen aus dem gesamten Sortiment.
Welche AOG-Rahmen es gibt
- AOG Slab Rahmen für 1 Slab in Schwarz – der Klassiker für die eine Karte, die auffallen soll
- AOG Slab Rahmen für 1 Slab in Weiß – dieselbe Passform, hellere Optik
- AOG Slab Rahmen für 4 Slabs in Schwarz und in Weiß – für eine kleine Reihe, etwa ein Evolutions-Set oder vier Rookies
- Slab Rahmen für 10 Graded Cards – das große Wand-Display, kompatibel mit AOG und allen anderen gängigen Slabs

Du brauchst eine andere Anordnung oder willst AOG-Slabs mit anderen Gradings mischen? Dann bau dir den Rahmen im Rahmen-Konfigurator selbst zusammen – dort sind die Maße aller gängigen Slabs hinterlegt.
Häufige Fragen
Heißt das, ihr empfehlt AOG für jede Karte?
Nein. Bei sehr hochwertigen Karten, die du international verkaufen willst, spielt die Bekanntheit des Grading-Labels eine große Rolle – da haben die etablierten US-Anbieter Vorteile, die man nicht wegdiskutieren kann. Für Karten, die du selbst behalten, präsentieren oder im deutschsprachigen Raum handeln willst, ist die Rechnung eine andere. Eine ausführliche Gegenüberstellung findest du in unserem Artikel PSA, BGS, CGC oder SGC im Vergleich.
Was bringt mir ein reproduzierbarer Grade konkret?
Zwei Dinge. Erstens Planbarkeit: Du kannst vor dem Einsenden abschätzen, was herauskommt, statt zu hoffen. Zweitens Vertrauen beim Verkauf – ein Grade, der bei erneuter Prüfung Bestand hat, ist für den Käufer mehr wert als einer, bei dem beide Seiten ahnen, dass er auch anders hätte ausfallen können.
Kann ich vorher selbst prüfen, ob sich das Graden lohnt?
Ja, und das solltest du auch. Die Zentrierung ist der häufigste Grund für Punktabzug und lässt sich zu Hause messen. Wir haben dafür Zentrierhilfen in verschiedenen Point-Stärken im Sortiment. Was Grading insgesamt kostet und wann es sich rechnet, steht in unserem Artikel zu den Grading-Kosten aus Deutschland.
Passen eure AOG-Rahmen auch für Slabs anderer Anbieter?
Nein, und das ist Absicht. Die Maße unterscheiden sich zwischen den Anbietern, und ein Rahmen, der überall halbwegs passt, passt nirgends richtig. Deshalb fertigen wir für jeden Anbieter eigene Ausschnitte – für PSA, BGS, CGC, SGC, GSG und eben AOG. Eine Übersicht über alle Varianten findest du unter Slab Rahmen.
Was, wenn mein Grading-Anbieter bei euch nicht dabei ist?
Dann schreib uns. Nenn uns den Anbieter und wenn möglich die Außenmaße des Slabs – wir vermessen ihn, legen ihn im System an und bringen ihn in den Konfigurator. Danach kann ihn jeder auswählen, nicht nur du.
Kurz zusammengefasst
Wir graden bei AOG, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis passt und die Bewertung reproduzierbar ist – was sich in den Resubmission-Tests auf YouTube gut nachvollziehen lässt. Und wir mögen unsere AOG-Rahmen am liebsten, weil wir die Kontur exakt vermessen haben und der Slab dadurch nahtlos im Rahmen sitzt.
Das ist unsere Sicht, nicht das letzte Wort. Wenn du andere Erfahrungen gemacht hast, hören wir sie gerne – schreib uns einfach.
